Skonto in der XRechnung richtig angeben: #SKONTO#-Syntax und BR-DE-18
Stand: 19.09.2026
„2 % Skonto bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen" – auf Papier ein Satz, in der E-Rechnung eine der häufigsten Stolperfallen. Denn die europäische Norm EN 16931 kennt (noch) kein eigenes Feld für Skonto. Deutschland hat deshalb für die XRechnung eine feste Schreibweise festgelegt, die Maschinen auslesen können. Wer sie nicht einhält, bekommt BR-DE-18 – oder der Kunde zieht das Skonto schlicht nicht automatisch.
Wohin gehört das Skonto?
In das Feld Zahlungsbedingungen (BT-20), und zwar als eigene Zeile in genau dieser Form:
#SKONTO#TAGE=10#PROZENT=2.00#
Die Regeln dazu:
- alles in Großbuchstaben, keine Leerzeichen,
TAGEals ganze Zahl,PROZENTmit Punkt und genau zwei Nachkommastellen,- die Zeile beginnt und endet mit
#und steht allein in ihrer Zeile (Zeilenumbruch danach), - optional ein Basisbetrag, wenn das Skonto nicht auf den vollen Rechnungsbetrag gilt:
#SKONTO#TAGE=10#PROZENT=2.00#BASISBETRAG=1500.00#, - gestaffeltes Skonto = mehrere Zeilen untereinander.
Freier Text wie „Zahlbar innerhalb von 30 Tagen ohne Abzug." darf zusätzlich in BT-20 stehen – in einer eigenen Zeile. Das Nettozahlungsziel selbst gehört ins Fälligkeitsdatum (BT-9).
Beispiel: gestaffeltes Skonto
#SKONTO#TAGE=7#PROZENT=3.00#
#SKONTO#TAGE=14#PROZENT=2.00#
Zahlbar innerhalb von 30 Tagen ohne Abzug.
Die drei häufigsten Fehler
1. Skonto als Rabatt (Nachlass) erfasst. Das ist der teuerste Fehler. Ein Rabatt mindert Rechnungsbetrag und Umsatzsteuer sofort. Beim Skonto steht aber erst bei Zahlung fest, ob es gezogen wird – die Rechnung muss den vollen Betrag ausweisen; die Steuer wird erst korrigiert, wenn der Kunde tatsächlich mit Abzug zahlt. Skonto gehört deshalb nie in die Nachlässe (BG-20).
2. Freitext in der #-Zeile. #SKONTO#2% bei Zahlung in 10 Tagen# sieht ähnlich aus, verletzt aber BR-DE-18. Ebenso PROZENT=2 (Nachkommastellen fehlen) oder PROZENT=2,00 (Komma statt Punkt).
3. Nur Freitext, keine #-Zeile. Formal gültig – aber die Buchhaltungssoftware des Kunden erkennt das Skonto nicht, und der Abzug muss von Hand nachgetragen werden. Bei Großkunden mit automatisiertem Rechnungseingang führt das regelmäßig zu Rückfragen.
Und bei ZUGFeRD?
Das ZUGFeRD-Profil EN 16931 nutzt dasselbe Feld BT-20. Die #SKONTO#-Zeile ist dort nicht vorgeschrieben, wird aber von deutscher Software in der Regel verstanden. Zusätzlich sollte der Skontosatz lesbar auf dem PDF stehen – Mensch und Maschine müssen dasselbe sehen.
So geht es mit NurRechnung
- Rechnung erstellen öffnen und die Rechnung wie gewohnt ausfüllen.
- Unter „Weitere Angaben" die Felder Skonto-Tage und Skonto in % ausfüllen.
- Erzeugen: In der XRechnung steht automatisch die korrekte
#SKONTO#-Zeile, auf dem ZUGFeRD-PDF der Satz „2 % Skonto bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen." - Optional im Validator gegenprüfen.
Was sich absehbar ändert
Die überarbeitete europäische Norm sieht strukturierte Felder für Skonto vor; künftige XRechnung-Versionen werden sie übernehmen. Bis diese verbindlich sind, bleibt die #SKONTO#-Schreibweise der Standard in Deutschland – und bestehende Rechnungen bleiben gültig.
Weitere Meldungen rund um den Zahlungsblock: BR-DE-1 – Zahlungsangaben fehlen · alle Fehlercodes.
Formathilfe, keine Rechts- oder Steuerberatung – zur umsatzsteuerlichen Behandlung von Skonto fragen Sie bitte Ihre Steuerberatung.