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XRechnung-Fehler BR-DE-1 beheben: Zahlungsangaben / IBAN fehlen

Stand: 14.09.2026

Nach BR-DE-15 ist BR-DE-1 die zweithäufigste Meldung, die wir im Validator sehen. Sie klingt nach einem Bankproblem, ist aber reine Formsache: In der Rechnung fehlt der Block mit den Zahlungsangaben – oder er ist unvollständig. Hier steht, was die Regel genau verlangt, welche Nachbarregeln gleich mit anschlagen und wie Sie die Datei reparieren.

Was BR-DE-1 bedeutet

Die XRechnung schreibt vor, dass jede Rechnung die Gruppe „Payment Instructions" (BG-16) enthält – also Angaben dazu, wie der Empfänger zahlen soll. In der EU-Norm EN 16931 ist dieser Block optional; die deutsche Spezifikation macht ihn zur Pflicht. Die Regel kennt keine Ausnahme für kleine Beträge, für Kunden, die per Lastschrift zahlen, oder für Gutschriften (Code 381): Der Block muss da sein.

Fehlt er komplett, kommt BR-DE-1. Ist er da, aber lückenhaft, folgen die Verwandten:

Meldung Bedeutung Ursache in der Praxis
BR-DE-1 Zahlungsangaben (BG-16) fehlen ganz Software hat den Block nicht geschrieben; Feld leer gelassen
BR-DE-13 Zahlungsart nicht eindeutig Es muss genau eine Art angegeben sein: Überweisung, Karte oder Lastschrift
BR-DE-23 Überweisung gewählt, aber keine IBAN Zahlungsart-Code 58/30 ohne Kontoverbindung (BT-84)
BR-DE-19 IBAN ungültig Zahlendreher, fehlende Stelle, Leerzeichen an falscher Position – die Prüfsumme stimmt nicht
BR-DE-20 Lastschrift ohne gültige IBAN des Zahlers Nur relevant, wenn Sie Lastschrift als Zahlungsart angeben

Diese Felder gehören in den Zahlungsblock

Feld BT Pflicht? Was hineingehört
Zahlungsart-Code BT-81 ja 58 SEPA-Überweisung (Standard), 30 Überweisung, 59 SEPA-Lastschrift, 48 Kartenzahlung
IBAN BT-84 ja bei Überweisung Ihre Kontonummer im IBAN-Format, ohne Leerzeichen
Kontoinhaber BT-85 nein Nur nötig, wenn er vom Verkäufernamen abweicht
BIC BT-86 nein Seit SEPA innerhalb der EU entbehrlich
Verwendungszweck BT-83 nein Meist die Rechnungsnummer – hilft dem Empfänger beim Zuordnen

Für die allermeisten Rechnungen aus Deutschland heißt das schlicht: Zahlungsart „Überweisung" plus IBAN. Mehr verlangt die XRechnung nicht.

IBAN oder BIC – was ist Pflicht?

Nur die IBAN. Der BIC war früher nötig, damit Überweisungen die richtige Bank finden; seit der SEPA-Umstellung enthält die IBAN diese Information selbst. Die EN 16931 führt den BIC deshalb als optionales Feld, und kein Validator meldet einen Fehler, wenn er fehlt. Angeben schadet aber nicht – manche Buchhaltungssysteme älterer Bauart zeigen ihn gern an.

Eine deutsche IBAN hat immer 22 Zeichen: DE + zwei Prüfziffern + achtstellige Bankleitzahl + zehnstellige Kontonummer. Die zwei Prüfziffern sind der Grund, warum BR-DE-19 Tippfehler zuverlässig erkennt: Ein einziger Zahlendreher und die Prüfsumme geht nicht mehr auf. Leerzeichen in Vierergruppen, wie auf der Bankkarte gedruckt, sind in der XML-Datei nicht vorgesehen – gute Software entfernt sie automatisch.

Fehler in einer Minute beheben

  1. Rechnung in NurRechnung öffnen oder neu erfassen.
  2. Im Block Verkäufer das Feld IBAN ausfüllen – es ist bei uns ein Pflichtfeld, genau deshalb. Leerzeichen dürfen drin bleiben, wir entfernen sie beim Erzeugen. BIC darf leer bleiben.
  3. Datei erzeugen. Der Generator schreibt automatisch die Zahlungsart SEPA-Überweisung mit Ihrer IBAN in den Zahlungsblock – BR-DE-1, BR-DE-13 und BR-DE-23 können so gar nicht erst entstehen.
  4. Zur Kontrolle die XML-Datei durch den Validator laufen lassen: „XML-Struktur: gültig".

Kommt aus einer fremden Software eine Datei mit BR-DE-1, hilft der Blick in die Einstellungen: Dort fehlt fast immer die Bankverbindung im Firmenprofil, oder die Zahlungsart steht auf „keine Angabe". Nach dem Nachtragen die Rechnung neu exportieren – Nachbessern im XML per Hand ist fehleranfällig.

Sonderfälle

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